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Samstag, 26. Mai 2012

Erzaehlungen eines Bishops, Kirche und mehr

We Africans have experienced so many bad things, we can only laugh about the small problems of today.
- Bishop J Waichere

Der Bishop hat mir und Elena ein paar Geschichten aus seiner Jugend erzaehlt, die mir ein bischen ein besseres Verstaendnis fuer die Art und Weise, wie die Menschen sich hier durch ihr Leben hangeln gegeben hat.

Meine Physikklasse, Form4, beim Pendelversuch
Zum einen waren da die Geschichten, wie er im Alter von ca. 10 Jahren von seiner Mutter in die Primary School, in dem Falle ein Internat, geschickt wurde. Die Schule war in der Naehe von Maralal, das ist ca. 800km von Limuru, seiner Heimatstadt entfernt. Dort waren die Umstaende noch schlechter als in meiner Schule jetzt, zum Beispiel hatten sie fuer ungefaehr ein Trimester (4 Monate) Wassernotstand, das heist es gab nix zu trinken (auser dem bisschen Bruehe, das beim Essen dabei war) und mit duschen war auch nix - das bisschen Wasser das es gab haben sich die grossen Jungs morgens unter den Nagel gerissen, und fuer die kleinen gabs dann nix mehr. Das heist, 3 Monate ohne Waschen, und nicht nur einer von den Jungs, die gesamte untere Stufe der Schule. Weil keiner von denen irgendwie reich war, hatten alle nur ein paar Hosen. Das hat man Tag und Nacht getragen.Und einige davon waren auch noch Bettnaesser.
Der Bishop meinte, seither mag er kein Wasser mehr - trinkt wenig und schwimme schon gar nicht.
ein Masai, der ueber eine Waescheleine springt.
So ca. 1,8m hoch...
Aber das war nicht die einzige Durststrecke - einmal im Werkunterricht sollte die Schueler eine Kugel aus Holz schnitzen. Klein-Bishop hatte aber kein Messer, und eins von der Mama zu kriegen ging nicht, weil die soweit weg war. Also hat er dem Lehrer gesagt, das er keine Kugel schnitzen kann, wenn er kein Messer kriegt. Der Lehrer hat das zum Anlass genommen, ihn windelweich zu schlagen. Die anderen Lehrer haben das gesehen, und natuerlich ihrem Kollegen geholfen. Nach dieser Behandlung lag der Junge dann erst mal fuer einen Monat flach. Selbstverstaendlich hat sich in der Zeit niemand um ihn gekuemmert. Als er wieder einigermasen fit war, hat er sich nicht wieder in die Schule getraut, weil er aufgrund der langen Fehlzeit nur wieder verpruegelt worden waer. Also hat er sich fuer den Rest des Terms (so ungefaehr einen Monat) morgens um fuenfe aus der Schule geschlichen, den Tag im Wald verbracht, und ist nach Einbruch der Dunkelheit wieder zurueck in den Schlafsaal. Wenn er Glueck hatte, konnte er sich zum Mittagessen die Reste einer von den Leoparden geschlagenenen Gazelle ergattern (natuerlich roh), ansonsten musste er gucken was so rumliegt.
Verglichen dazu werden unsere Kinder mal sowas von verhaetschelt, bekommen ihr Vesperbrot nachgetragen und werden im klimatisierten Auto in die Schule gefahren. Und wenn jemand gemein ist zu dem kleinen Engel, dann werden die Eltern des anderen Kindes sofort angezeigt!
Marina auf dem Eselskarren, Meshaq als Esel 
Schueler bei ihrem Agricultur-Projekt: Nepia Gras anpflanzen
Zum Anderen hat er von anderen Erziehungsmasnahmen erzaehlt, wie zum Beispiel der Frau, deren kleiner Sohn krank wurde. Geld fuer die Matatu Fahrt ins Krankenhaus war keins da, also hat sie den kleinen auf den Ruecken genommen, und ist die 10km ins Hospital gelaufen. Der altere Sohn, 3Jahre, ist solange alleine daheim geblieben. Als sie zuerueck kam mit dem kleinen Jungen, hatte der einen Rueckfall, und sie ist die 10km nochmal hin und zurueck gelaufen. Am Abend ist sie dann erschoepft heimgekommen, nur um festzustellen, dass sich der aeltere beim Spielen den Arm gebrochen (offener Bruch, Elle und Speiche) und die Schulter ausgekugelt hatte. Was macht die gute Frau? Der Bub bekommt eine Tracht Pruegel fuer seine Unachtsamkeit, wird ohne Abendessen ins Bett gesteckt. Am naechsten Morgen hatte sie dann wieder die Kraft, mit ihm ins Krankenhaus zu gehen.
Ich weis, das sich das alles abenteuerlich anhoert, und ich weis selbst nicht wieviel davon wahr ist und glaubwuerdig. Ich kann hier nur wiedergeben was man mir erzaehlt hat. Aber ich vertraue dem Bishop voll und ganz.
Das sind jetzt nur zwei Schlaglichter von vielem, das was mich am meisten beeindruckt hat. Pruegel, Panga-Strafen, Steinewerfereien zaehlen fuer mich jetzt zu den Bagatellen.

Die Sonntagsschueler beim Singen. Der Blondschopf
im Vordergrund ist Elina, meine Mitfreiwillige.
Ok, abgesehen davon war ich letzten Sonntag in der Kirche - in des Bishops Kirche (oho, eine Genitivkonstruktion, ganz im Ernst, mein Deutsch rostet hier so langsam ein). Wenn mal die Pauluskirche ihren Gottesdienst so gestalten wuerde, dann waeren da bestimmt mehr Leute da. Es gab viel mehr lebendiges Gesinge, der Bishop hat auf der E-Gitarre gespielt, es wurde getanzt, sowohl auf der Buehne als auch im Auditorium, man ist viel gestanden und hat geklatscht. Die Chance da einzuschlafen war gleich null. Und obwohl der Bishop uns extra morgens noch ne SMS geschickt hat, wir sollen uns doch was anziehen, war die Kirche wesentlich waermer als ihre europaeischen Verwandten.

Oh, und morgen kommt endlich Besuch aus Deutschland, ich freu mich ja so auf die zwei - Meike und Johannes aus Stuttgart - mal wieder zwei altbekannte Gesichter! Habe heute extra fuer die beiden nochmal das gesamte Besuchsprogramm ueber den Haufen geschmissen, damit die auch richtig Spas haben in Kenya.

ansonsten sinds noch 45 Tage, dann bin ich wieder daheim... man man, neulich warns noch doppel so viele, die Zeit vergeht raaaaasend schnell.

Mittwoch, 4. April 2012

Matumbo!

There is enough money in Kenya!
- ein Kenyaner

So, damit ihr nach all dem harten Nachdenkzeug auch mal wieder was nettes habt, hier ein paar Bilder und ein kleines Status update.
Das ist Glorious... normalerweise ist sie nicht so genervt ^^
Aber Meshaq hatte die Kamera, und hat 1000 Bilder von
dern Schuelern gemacht...
Ich habe seit Montag neue Gesellschaft, Elina aus Finnland ist jetzt auch hier an der Schule als Freiwillige. Das heist das ich jetzt auf dem Boden schlafe... Weil das Zimmer hat halt nur ein Bett, und ich bin wie immer ein Gentlemen. Aber ich hab 2 Isos, nen Schlafsack und n Moskitonetz, was will man mehr. Ansonsten ist hier grade saumaesig viel Stress, weil wir Endterm (ein Schuljahr hat 3 terms) Exams haben, das heist ich muss Pruefungen aufsetzten und korrigieren - da kommt wieder der gute alte Frust auf, wenn in Mathe ein Schnitt von unter 30% rauskommt. Dumme Kinder. Aber das liegt auch daran, dass hier an der Schule nur die armen sind, die nicht clever genug waren, an ner anderen Schule ein Stipendium zu kriegen, und man muss ihnen auch zugute rechnen, dass es schwer ist mit staendig wechselnden Lehrern, von denen keiner ausgebildet ist (Alle Lehrer hier sind Frewillige) und ohne Buecher oder Ausruestung anstaendig zu lernen. Trotzdem gibts den ein oder anderen Lichtblick, Glorious aus der zweiten zum Beispiel, so ein helles Maedel, unglaublich. wenn die irgendwie gefoerdert wird, dann wird aus der was. Vielleicht Kenyas erste weibliche Praesidentin?
Am Wochenende ist ja Ostern, an dieser Stelle danke an meine liebende Mutter, die mir zusammen mit meinem Klettergurt ein kleines Osterpaket geschickt hat (Schokolade!). An Ostern geht die ganze Schule zum Bishop, um da einen Marathongottesdienst zu feiern. Ohne mich, ihr kennt meine Einstellung zu der Sache. Trotzdem will ich am Sonntag auch mal dahin gucken, mich interessiert wie der Bishop predigt. Vorher gehts aber nach Hells Gate, das ist ein Nationalpark hier ums Eck, da fahrn wir mit dem Fahrrad an Giraffen und so vorbei. Wird bestimmt super! Nebenher organisier ich noch meine Osterferien, ich kann vielleicht naechste Woche mit an den Lake Turkana fahren, und danach gehts nach Mombasa. Ihr seht also, viel viel Stress, also entschuldigt wenn das hier wieder nur kurz ist. Vielleicht am Wochenende mehr.
Start der 4x100m Herren Staffel... ich hab den Start versaut
und das Lehrerteam hat verloren....

Finale des Herren Walking

Am Mittwoch letzte Woche war hier Sporttag, sind wir auf dem Platz vor der Schule rumgefetzt, und ich hab versucht den Kenyanern davon zu laufen... war spassig, vor allem als ein paar Jungs kein Bock hatten und der Bishop dann mit dem Cane hinterhergerannt ist... (spasseshalber, versteht sich).
Zum Thema Essen gibts hier auch noch was neues, Matumbo, (tumbo heisst Bauch, matumbo ist der plural). Gedaerme gekocht, wenn n guter Tag ist gibts n paar davon im Kohl zum Abendessen. Man kann sich aber auch nen ganzen Teller davon im Restaurant bestellen - echt lecker. Ehrlich! -und weil meine neue Freiwillige Vegetariern ist, gabs gestern auch noch mehr fuer mich!
Matumbo, Cabbage und Ugali. Ich denke mal das dunkle sind
Darmzotten, und links liegt ein Stueck Duenndarm.
Ja, ich hab das gegessen.


Achja, danke nochmal an alle die mir Ihre Meinung zum Thema Spenden haben zukommen lassen, freut mich sehr!
Es gibt auch ein neues Album, Vegetation, fuer alle Pflanzenbiologen. Und die anderen Alben werden natuerlich von Zeit zu Zeit upgedatet. Ich bemueh mich dann immer in G+ ne Meldung rumzushcicken.

Samstag, 24. März 2012

Tiere!

Jacob, you have some time? -let's go see the Baboons!
- der Bishop, als er mich aus dem Unterricht geholt hat...

Wie das mit der Entscheidung ueber die Spenden hier aussieht, erfahrt ihr spaeter, ich will jetzt erst mal noch sowas wie ein Meinungsbild - 6 Stimmen sind mir zu wenig!
Das ist Ugali mit Kohl. Schmeckt lang nicht so lecker wie
es aussieht... (das Ugali. der Kohl ist lecker.)

Das ist ein Zebra.
Das ist eine Thompsongazelle
Aber waehrend ich hier auf mein Abendessen warte (Ugali Sukuma Wiki, wie immer, ich bin in Mai Maihiu...), zeig ich euch mal die tollen Tiere die ich hier die letzten Tage gesehen hab. Der Bishop kam naemlich eines schoenen morgens in meinen Unterricht, weil er mich ganz dringend gebraucht hat. Schnell ein paar Aufgaben an die Tafel geschmiert, und dann mit ihm mit - ich dachte er hat irgendwas zu besprechen (Geld oder so ;) ). Aber nein, er hat mich dann ins Auto gepackt, und wir haben 2 Maiskolben gekauft, und sind den halben Weg nach Limuru gefahren - weil er auf der Herfahrt da die Baboons gesehen hat (grade mal nachgeguckt, das sind ja Paviane...). 
Bishop, Jakob, im Hintergrund Mt Longonot.
Im Vordergrund Kameradeckel...

Waren aber alle schon wieder weg. Also sind wir in die andere Richtung, den Mt Longonot angucken, und den Blick auf den Lake Naivasha geniesen. Und auf dem Rueckweg, da ham wir glatt ne Herde Zebras gesehen, die da grad am Wasserloch waren. Echte Zebras! einfach so! neben der Strasse! (ok, es war ein Feldweg, aber hei! Zebras!). Heute waren wir in Suswa (wir heisst der Bishop und ich) auf dem Markt um Mais zu kaufen. Und was grast auf dem Rueckweg am Strassenrand? Thompsongazellen. So viele!! Ich hab noch viel mehr Bilder davon, sogar hochgeladen, aber dafuer muesst ihr in mein Picasa Bilderalbum auf G+ gucken. hier mal ein Link Tiere in KenyaEssen in KenyaBilder aus Kenya.
Am Freitag war ich mal wieder in Naivasha, die Freuden eines Supermarkts geniesen, und hab mich fuer unter 2euro mit Edelstahlgeschirr eingedeckt, damit ich meine Tour auf den Mt Kenya machen kann - ab 13.4. hab ich naemlich Ferien, und dann wird gereist! Erst mal gehts nach Mombasa, ans Meer, und dann will ich noch in den Norden, an den Lake Turkana - das soll so der schoenste Fleck in Kenya sein. Nur will da irgendwie keiner mit, weils so gefaehrlich sein soll... bla bla bla... =) Keine Angst, liebe Onkel, Tanten, Muetter, da passiert schon nix. Aber eigentlich wollt ich ja von meinem kleinen Spaziergang am Lake Naivasha erzaehlen, ich dachte ja, Lake Naivasha, Naivasha, das liegt nebeneinander wie der Itzelberger See an Itzelberg... denkste. War ein einstuendiger Spaziergang... in der prallen Sommerhitze, man hat sehr schoen gesehen das man am Aequator ist, weil der Schatten unter die eigenen Fuesse gepasst hat.
Fischer auf dem Lake Naivasha. Ich musste an
Phillip Pullmans "Das Bernstein Teleskop"
denken, an die Welt mit den Radtieren und den
grossen weissen Schiffsvoegeln... kenn jetzt
wahrscheinlich keiner, und hoert sich an wie
auf Drogen

Und dann war das auch noch nich mal n schoenes Promenadenufer wo ich meine Krest und Banane haette geniessen koennen! so ein mist! Na, gut, ich hab ein schoenes Foto geschossen, und der Spaziergang war auch nicht so uebel. Trotzdem, naechstes mal nehm ich ein Fahrrad. Wollen wir eh noch machen, mit dem Fahrrad durch Hells Gate! Aber davon dann spaeter. mein Ugali ist immer noch nicht gekommen, ich geh das jetzt mal suchen. Fuer alle die sich interessieren wies mir gesundheitlich geht: Mandelentzuendung. Aber mir gehts trotzdem gut, aber ein Post wo alle um mich Sorgenden nicht mindestens 2mal erschreckt werden, ist kein richtiger Post. So. Lala salama. (Gute Nacht in Kiswahili, eigentlich Schlaf Gut, aber passt auch fuer Gute Nacht)

Montag, 12. März 2012


"Dieses Land!"
- Anna, stellvertretend fuer alle Freiwilligen, die diesen Ausspruch vor, nach und mit ihr verwendet haben.

Kleine Zusammenfassung meines ersten Monats in Kenia:
bettelnde Strassenkinder, denen wir dann nen
Teil unseres Mittagessens gegeben haben.
So alles in allem, fuehle ich mich mittlerweile richtig gut eingelebt hier. Soll nicht heissen, dass ich ein echter Kenianer geworden bin, aber ich komme hier mit allem zurecht. Seis das Essen, der Transport, die Leute, der Dreck, die Kakerlaken, die Strassenkinder, das Bier, ... man gewoehnt sich an einiges, was man zuhause so nicht akzeptieren wuerde.


Also, fangen wir mal mit dem Essen an:

Hier in Kenia gibts einiges zu Essen, und wie bei uns auch, von Ort zu Ort unterschiedliches Essen. An der Kueste gibts z.B. sehr guten Fisch, aber auch jede Menge orientalisches Essen. Da werden dann auch Gewuerze verwendet. Anscheinend ist sowas aber im Rest von Kenia unbekannt. Man nimmt hier nur Salz, und das entweder in homoeopathischen Dosen, oder richtig viel.

Aber wir wollen ja mal die leckeren Sachen hervorheben:
Samosas in the making!
SAMOSAS sind dreieckige Teigtaschen, die mit Hackfleisch, Kartoffeln oder Gemuese gefuellt sind, und dann mal schnell fritiert werden. schmecken sehr sehr lecker, und kosten je nach Fuellung zwischen 5 und 20 Shilling.  Wenn man sonst kein Abendessen hatte, die optimale Alternative, wird an fast jeder Strassenecke verkauft. Geruechten zufolge gibts Freiwillige, die keine Samosas mehr sehen koennen.. .
Claudia beim auf die Samosas warten.

Auch frittiert sind MANDAZI, gibts meistens zum Fruehstueck, einfache frittierte Teigstuecke, fettig und sues (je nachdem wie guts der Koch meint...). Leider hab ich davon keine Fotos, sehen aber nicht sehr spektakulaer aus. Gibts dreieckig, viereckig und rund, und neulich hat der Patrick uns welche mit Limettenschale drin gemacht, die waren mal der Hammer... Aber ansonsten ist das regulaere Mandazi, das man so im Laden findet, einfach nur ziemlich fettig. Zum Fruehstueck dazu gibts Chai, das ist ein Schwarztee der aus mit Wasser gekochter Milch aufgebrueht wird. Da kommt dann sehr viel Zucker rein, und dann ist das auch lecker.
Kaffee gibts hier sehr selten, ich hab erst einen guten getrunken. Meistens besteht der aus viel zu viel, auch mit Milch gekochtem Wasser, in das ein kleines bisschen Bruehkaffeepulver reingeruehrt wird. Baeh.
wenn ich jetzt hier anfang, ueber jedes Essen zu schreiben, dann wird das ein viel zu langer Blogeintrag, und kein Schwein liest das mehr. Also belass mers mal dabei, und naechstesmal erzaehl ich euch ueber Ugali!

Hygiene - ob ihrs glaubt oder nicht, aber ich bin hier immer einigermasen sauber. Vorhin hat mir sogar die Mama warmes Wasser zum duschen gemacht =) Meine Klamotten sind, obwohl ich sie immer nur kalt und von Hand waschen kann, auch in akzeptablem Zustand. Aber es sind halt die Kleinigkeiten, die den grossen Unterschied machen - ich haette vor 2 Monaten nicht gedacht, dass ich beim Anblick einer Kakerlake neben meinem Bett denke - "meh, die is ja noch klein, die macht nix..." (mein Moskitonetz ist grade auch noch so schlecht angebracht, dass die Kakerlake ruckzuck neben mir liegt ....) und sie einfach laufen lasse - oder die Sache mit den Klobrillen - ich glaub ich hab bisher nur 2 Stueck gesehen. Aber das sind ja dann auch gar nicht die Sachen, bei denen der gemeine Volunteer ein "Karibu Kenya" oder ein "dieses Land!" raushaut. Das gibts dann, wenn im Krankenhausklo die Waende mit Kacke verschmiert sind, weils kein Klopier und kein Waschbecken gibt, aber die Leute Stuhlproben abgeben muessen. (hab ich aus erster Hand gehoert....). Apropos Medizin, es ist auch einigermasen normal, dass der Arzt einfach mal 4 Breitbandantibiotika gleichzeitig verschreibt.... und dann wundert man sich das der Durchfall nicht besser wird.

Ach, ich hab keine Lust den Post heute als "alles ueber Kenia" Post fertig zu schreiben, ich erzaehl euch lieber n bisschen von meim Wochenende, und dann laester ich spaeter weiter ueber "dieses Land!"

Da dieses Wochenende Mid-Term war, hatte ich von Mittwoch Mittag bis heute (Montag) frei, und bin gleich mal aus Mai Mahiu geflohen... am Mittwoch abend hat naemlich der Jan in Nairobi seinen Geburtstag gefeiert. Ich hab ihm ein Flaeschchen Wodka und echte deutsche Ahoi-Brause geschenkt, das man sich mal wie daheim fuehlen kann. Ihr haettet mal die Augen von den Kenianern sehen sollen, als 8 Muzungus angefangen haben, Macarena zu tanzen... =)
Mein Schulhof, rechts hinten ist meinZimmer
Der Schulcompound von aussen
Am Donnerstag sind wir dann nach Nairobi rein, und nach einem Stundenlangen Verhandlungsmarathon hab ich mir dann dieses wunderschoene Laptop gekauft, mit dem ich hier grade tippe, und den ersten richtigen Kaffee in Kenia getrunken, im Cafe Deli in Nairobi. Sehr geiles Cafe, die haben auch Kuchen (falsch, TORTEN!) und ein fast westliches Essensangebot... echt lecker. Aber dafuer teuer. Aber der Kulturentwoehnte Freiwillige goennt sich da hin und wieder mal was leckeres, was nach daheim schmeckt - und man sieht dann auch darueber hinweg, dass der BlackForestCake mit Erdbeeren statt mit Kirschen ist.


Ausfstieg auf den Menengai
Paula mit Rueckenwind
Gruppenbild mit Aussicht


Reparatur eines Matatu-Platten -
deswegen waren wir 20min spaeter in Nairobi, und sind
vermutlich an den Bomben vorbeigekommen.
Am Freitag Mittag sind Thorben, Jana und ich nach MaiMahiu gefahren, und weil das so ein scheiss Kaff ist, gleich weiter nach Nakuru. Die Matatufahrt war sau lustig, obwohl sie ewig gedauert hat, weil im Laufwerk von meinem neuen Laptop war ne CD, die wir dann auf der Fahrt rauf und runter gehoert haben - mit so schoenen Klassikern wie dem hier und das hier. Thorben und ich ham natuerlich laut mit gesungen ( nur das Thorben halt singen kann).
In Nakuro ham wir mit dem nagelneuen Laptop nen Videoabend gemacht, aber irgendwie fanden die ganzen Maedels Sucker Punch scheisse. Banausen.
Am Samstag nochmal Menengai Krater, danach wieder Nairobi, abends keine Party sondern Bomben (hab ich ja schon geschrieben...) und dann bin ich wieder nach Mai Mahiu.
Heute hab ich mir endlich meine Stromleitung gelegt, jetzt kann ich mich in meinem Zimmer verschanzen und das Internet durchstoebern! -irgendwie denk ich jetzt schon, das das vielleicht ein Fehler war mit dem Laptop... :P -grad lieg ich zb hier rum, ess Shortcake (Kekse), trink Wasser und schau Machete - heute 7Filme fuer 100/= gekauft ...